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JADE MONTSERRAT


RAINBOW TRIBE: PROGRAMME REVIEW

Die Spuren der Ameisenbisse

Lebensweise Sinnsprüche verweisen gern auf „seltsame Wege“, die allein zum Ziel führen sollen. Nicht selten, so wird behauptet, lägen diese Ziele ganz woanders, als vorgesehen. Der vorgesehene Ort für Jade Montserrat war 2006 ein Stipendium in New York, doch sie wurde abgelehnt. Die ungewollt freie Zeit führte sie ins Harlemer „Studio Museum“ und just in dessen Buchladen entdeckt sie: „Rhapsodies in Black“

– der Katalog einer von Richard J. Powell und David A. Bailey 1997 kuratierten Ausstellung über die Harlem Renaissance versammelt Essays bedeutender Autoren, welche die weltweite Bedeutung jener afroamerikanisch geprägten New Yorker Kunstboheme der 20er und 30er herausstellen. Jade Montserrat liest darin Andrea Barnwell Brownlees Text „Like the Gypsy’s Daughter“ über den Lebensweg Josephine Bakers, ihre Kunst und ihr Projekt einer Familie aus Adoptivkindern aus allen Regionen der Welt. Baker nennt es: „the Rainbow Tribe“

– Bakers soziokulturelles Experiment lässt sie materiell verarmen, doch es gelingt und selbst jene der Kinder, welche in ihrem weiteren Leben Aspekte ihres Aufwachsens in Bakers riesigem Anwesen kritisierten, würdigten ihre Motivation, alle historischen Einschreibungen in Hautfarbe und Herkunft zu überwinden.

Frühere Events: 9. September
JULIA DAUKSZA
Späteres Event: 25. Februar
ROBERT KRAISS